Wer wir sindEin starker Regionalverbund

Die Gesellschaft für psychische Gesundheit in Nordrhein-Westfalen, kurz GpG NRW, wurde 2011 als Zusammenschluss der maßgeblichen Partner gemeindepsychiatrischer Versorgung gegründet, um die Versorgung von Patient:innen mit psychischen Erkrankungen in NRW zu verbessern.

Grundlage hierfür ist das SGB V, das in §140a die Besondere Versorgung (vorher: Integrierte Versorgung) regelt. Diese ermöglicht uns gemeinsam mit den beteiligten Krankenkassen ein komplexes Versorgungsnetzwerk aufzubauen. Unter Einbeziehung aller erforderlichen Hilfen können wir so eine bedarfsorientierte ambulant-aufsuchende psychosoziale Versorgung anbieten.

Hinter dem Begriff der Gemeindepsychiatrie steht eine Vielzahl unterschiedlichster wohnortnaher Behandlungs- und Betreuungsangebote. Ein wesentlicher Teil dieser Aufgaben wird durch sozial- oder gemeindepsychiatrische Zentren übernommen. Diese haben eine Art Lotsenfunktion für psychisch erkrankte Menschen und ihre Angehörigen und zeigen somit Wege aus der für sie oft als verwirrend und beängstigend erlebten Erkrankung auf.

Unser ZielStrukturen und Versorgung optimieren

Gerade bei psychischen Erkrankungen ist es besonders wichtig, den Betroffenen sektorenübergreifend alle zur Verfügung stehenden Hilfsangebote zugänglich zu machen und bestmöglich miteinander zu verbinden. Hier setzen wir an, denn die Stärke der GpG NRW beruht auf leistungsfähigen, regional vernetzten Strukturen und der Handlungskompetenz ihrer Partner vor Ort. Als gemeinnützige und unabhängige Gesellschaft entwickeln wir die hierfür notwendigen innovativen Versorgungskonzepte stetig weiter.

Wir als GpG sind die Stelle, die dabei hilft, die richtigen Ansprechpartner:innen zu finden. Außerdem organisieren wir die Zusammenarbeit mit den Krankenkassen und anderen Leistungsträgern und übernehmen Verwaltungsaufgaben, um unsere Partner vor Ort zu entlasten.

Das Netzwerk psychische Gesundheit hat mir geholfen, mich seelisch langfristig zu stabilisieren.Katja M., NRW

Patient:in im FokusWorum es uns geht

Ambulant vor stationärAngebote werden gezielt auf aktuelle Bedürfnisse und Krisensituationen zugeschnitten. Durch qualitativ hochwertige ambulanten Angebote sollen stationäre Aufenthalte weit möglichst reduziert bzw. vermieden werden.
Frühe InterventionSchnelle Hilfe zur Krisenbewältigung und Akutbehandlung soll chronische Krankheitsverläufe vermeiden.
Stärkung der Patient:innenautonomieNiederschwellige Angebote wie aufsuchende Betreuung und Behandlung zu Hause (Home Treatment) bieten dem Patienten in akuten Krisensituationen kurzzeitige psychiatrische Behandlung im häuslichen Umfeld.
Erhalt des sozialen Umfelds – TrialogFamilie und weitere Angehörige werden in Netzwerkgespräche eingebunden, um alle Beteiligten im Umgang mit den Herausforderungen der Erkrankung zu sensibilisieren und gemeinsam Lösungswege zu finden.

Umfassende AngeboteUnsere Projekte

Unsere Projektpartner

Mit unserem ambulanten Angebot psyCardea für privat Versicherte oder Selbstzahler begleiten wir Sie bedarfsorientiert in seelischen Krisen. Seien es temporäre Überlastungen mit einhergehender Arbeitsunfähigkeit oder langwierige Krisen mit Psychiatrieerfahrung – auf dem Weg zu mehr Stabilität stehen wir an Ihrer Seite und unterstützen Sie dabei, gestärkt in den Alltag zurückzukehren und Klinikaufenthalte zu vermeiden. Die Leistung des psyCardea-Programms ist beihilfefähig. Gern sind wir Ihnen bei der Beantragung der Kostenerstattung behilflich.

Unsere Projektpartner

Menschen mit psychischen Erkrankungen wird mit dem umfassenden Angebot von SeGel 2.0 die Möglichkeit einer Behandlungsalternative zu einer stationären psychiatrischen Krankenhausbehandlung eröffnet. Hierfür wird eine Intensivierung ambulanter Hilfen angeboten, die auch im Falle längerer Arbeitsunfähigkeit die Reintegration in das Berufsleben des Patienten unterstützt. Kernelement hierbei ist es, Menschen mit psychischen Erkrankungen ein umfassendes ambulantes Behandlungs- und Betreuungsangebot im Sinne des „Home Treatment“ und „Need adapted Treatment“ (individuelle bedarfsorientierte Behandlung, bei Bedarf aufsuchend) unter Einbeziehung ihres sozialen Umfeldes und ihrer Angehörigen anzubieten.

Sie interessieren sich für das Angebot? Gerne prüfen wir gemeinsam mit Ihnen die Voraussetzungen zur Teilnahme.

Unsere Projektpartner

Seit bereits mehr als 10 Jahren bietet das NWpG – Netzwerk psychische Gesundheit die Möglichkeit einer Behandlungsalternative zu einer stationären psychiatrischen Krankenhausbehandlung. Das Angebot richtet sich an Patienten die kurz zuvor einen Krankenhausaufenthalt beendet haben oder sich noch in stationärer Behandlung befinden. Ziel des Unterstützungsangebotes ist die Anpassung an die Bedürfnisse des einzelnen Patienten unter Einbezug des persönlichen Netzwerks sowie der Aufbau und Erhalt der Stabilität im Alltag. Bereits im Jahr 2014 wurde das Angebot mit dem „Gesundheitspreis NRW“ des Landes NRW prämiert und als innovatives und qualitätsgesichertes Projekt ausgezeichnet.

Sie interessieren sich für das Angebot? Gerne prüfen wir gemeinsam mit Ihnen die Voraussetzungen zur Teilnahme.

Das Projekt wird gefördert durch die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW

Die GpG NRW hat im Rahmen des Sonderprogrammes der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW „Zugänge erhalten - Digitalisierung stärken“ einen Förderzuschlag für den Aufbau und Betrieb einer Online-Beratungsstelle erhalten. Dadurch wird es uns möglich, einen (Erst-)Beratungsbedarf für Menschen in seelischen Notlagen durch Fachkräfte anzubieten. Die digitale Kommunikation gewinnt zunehmend an Bedeutung und auch bedingt durch die pandemiebedingten Kontaktbeschränkungen suchen Betroffene vermehrt nach Möglichkeiten eines anonymen, direkten Online-Austausches. Ein digitales Angebot senkt die Hemmschwelle und ermöglicht einen leichteren Zugang zum Hilfesystem. Es fungiert als erster Wegweiser und verhindert langwierige Prozesse der Destabilisierung durch schnelle und kompetente sowie fachgerechte Hilfe.

Konsortialführung des Projektes

Schwer psychisch erkrankte Menschen mit Einschränkungen der Teilhabe fallen bislang häufig durch die Maschen der Regelversorgung. Speziell für diese Zielgruppe bietet das Modellprojekt Gemeindepsychiatrische Basisversorgung (GBV) eine ambulant-aufsuchende psychosoziale Gesamtversorgung, die alle individuell erforderlichen Hilfen miteinander vernetzt.

Das Modellprojekt wird aus dem Innovationsfonds zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung in Deutschland gefördert. Während der vierjährigen Projektlaufzeit (Juli 2019 bis Juni 2023) wird die GBV modellhaft in zwölf Regionen erprobt. Die Hälfte der Regionen wird durch die GpG NRW als Konsortialpartner betreut. Die Universität Ulm führt eine begleitende wissenschaftliche Evaluation durch. Bei positiver Bewertung ist eine Übernahme der GBV in die deutschlandweite Regelversorgung nach SGB V möglich.